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Sonntag, 14. November 2010
Mein England-Ich: Der fette Teenager
blogblogblog, 02:46h
Irgendwie habe ich das Gefühl dieses Land verändert mich. Obwohl eigentlich liegt es wohl eher nicht an meiner Selbstwahrnehmung sondern vielmehr an diesen merkwürdigen Menschen oder Situationen, die mir hier teilweise begegnen.
Beweisstück A: Ich habe mich schon damit abgefunden, dass für mich ein gewisser Altersprozess begonnen hat. Bevor mich jetzt jemand für einen "Oh-mein-Gott-ich-werde-alt"-Fuzzy hält: Ich meine damit eher die wohl realistische Einschätzung, dass sich meine äußere Erscheinung nicht mehr mit einem Teenager vereinbaren lässt und vor allem die Geheimratsecken (über die letzten 5 Jahre sehr schleichend) zu Geheimratshallen entwickelt haben. Und wer meinen Vater und die Grundlagen der Genetik kennt, der weiß, dass eine volle Haarpracht im Alter für mich in etwa so wahrscheinlich ist wie ein Duett mit Elvis persönlich.
Diese Tatsachen machen es umso erstaunlicher, dass ich letzte Woche tatsächlich im Supermarkt beim Bierkauf nach meinem Ausweis gefragt wurde. Ich blickte nach einem kurzen Gedanken der Art "ist das jetzt wirklich gerade passiert" zu meinem Kumpel Basti an der Kasse neben mir. Er erwiderte den Blick, da er es mitbekommen hatte und wir brachen in ein schallendes Gelächter aus, während ich meinen Perso über den Tresen reichte. Der (im übrigen etwa 20 Jahre alte) Verkäufer war mit diesem Stück Plastik wohl etwas überfordert und sagte, er bräuchte meine "ID Card". Weiterhin lachtend erklärte ich ihm, dass es sich hier um einen deutschen Identitätsausweis handelt. Nachdem er das immernoch nicht verstanden hatte, habe ich mich etwas überzeugender (aber immernoch lachend) wiederholt. Er hat es dann doch eingesehen und etwas von "safety" gemurmelt. Eine Wort, dass hieraufgrund der lächerlich häufigen Verwendung schon nahezu totgetrampelt überstrapaziert wird. Aber dazu in späteren Blogeinträgen mehr.
Beweisstück B: Ich war letzte Woche mit meinem Mitbewohner Arne bei Aldi, um ein paar Güter zu einem halbwegs erschwinglichen Preis zu erwerben. Da der Weg etwas weit ist, haben wir den Bus genommen. Ich setzte mich auf der Rückfahrt auf einen sogenannten "Priority-Seat", also einen Klappsitz, den man ruhigen Gewissens besetzen kann, für ältere und behinderte Personen aber freizumachen hat. So weit so gut. Ich hatte schon beim Hinsetzen ein komisches Gefühl. Ich sah mich bestätigt als kurz vor meiner Haltestelle der Sitz unter mir zusammenbrach und ich mich auf dem Boden sitzend wiederfand. Ich blieb unverletzt, was ich dem älteren Herren neben mir auf Nachfrage auch bestätigte.
Der Busfahrer hatte mitbekommen, dass etwas passiert war und hielt an der nächstbesten Gelegenheit an. Ich hatte schon fast erwartet, dass er mir die Schuld geben würde, weil die Busfahrer hier manchmal sehr komisch sind. Aber das Gegenteil war der Fall und er entschuldigte sich gefühlte 3142 Mal bei mir. Statt einfach weiterzufahren, telefonierte er erstmal 5 Minuten lang mit der Zentrale. Was immer die ihm auch sagten, es endete damit, dass er überprüfte, ob noch ausreichend Gratiszeitschriften im Bus vorhanden sind. Naja, es folgten weitere zahllose Entschuldigungen und "bist du wirklich ok"-Nachfragen, die ich lächeld mit "besser, dass es mir passiert, als den Leuten, für die diese Sitze gemacht sind" beantwortete.
Die ältere Frau gegenüber sprach dann augenzwinkert endlich den Witz aus, den wohl alle auf dem Lippen hatten. Ich solle doch mal über eine Diät nachdenken.
Beweisstück A: Ich habe mich schon damit abgefunden, dass für mich ein gewisser Altersprozess begonnen hat. Bevor mich jetzt jemand für einen "Oh-mein-Gott-ich-werde-alt"-Fuzzy hält: Ich meine damit eher die wohl realistische Einschätzung, dass sich meine äußere Erscheinung nicht mehr mit einem Teenager vereinbaren lässt und vor allem die Geheimratsecken (über die letzten 5 Jahre sehr schleichend) zu Geheimratshallen entwickelt haben. Und wer meinen Vater und die Grundlagen der Genetik kennt, der weiß, dass eine volle Haarpracht im Alter für mich in etwa so wahrscheinlich ist wie ein Duett mit Elvis persönlich.
Diese Tatsachen machen es umso erstaunlicher, dass ich letzte Woche tatsächlich im Supermarkt beim Bierkauf nach meinem Ausweis gefragt wurde. Ich blickte nach einem kurzen Gedanken der Art "ist das jetzt wirklich gerade passiert" zu meinem Kumpel Basti an der Kasse neben mir. Er erwiderte den Blick, da er es mitbekommen hatte und wir brachen in ein schallendes Gelächter aus, während ich meinen Perso über den Tresen reichte. Der (im übrigen etwa 20 Jahre alte) Verkäufer war mit diesem Stück Plastik wohl etwas überfordert und sagte, er bräuchte meine "ID Card". Weiterhin lachtend erklärte ich ihm, dass es sich hier um einen deutschen Identitätsausweis handelt. Nachdem er das immernoch nicht verstanden hatte, habe ich mich etwas überzeugender (aber immernoch lachend) wiederholt. Er hat es dann doch eingesehen und etwas von "safety" gemurmelt. Eine Wort, dass hier
Beweisstück B: Ich war letzte Woche mit meinem Mitbewohner Arne bei Aldi, um ein paar Güter zu einem halbwegs erschwinglichen Preis zu erwerben. Da der Weg etwas weit ist, haben wir den Bus genommen. Ich setzte mich auf der Rückfahrt auf einen sogenannten "Priority-Seat", also einen Klappsitz, den man ruhigen Gewissens besetzen kann, für ältere und behinderte Personen aber freizumachen hat. So weit so gut. Ich hatte schon beim Hinsetzen ein komisches Gefühl. Ich sah mich bestätigt als kurz vor meiner Haltestelle der Sitz unter mir zusammenbrach und ich mich auf dem Boden sitzend wiederfand. Ich blieb unverletzt, was ich dem älteren Herren neben mir auf Nachfrage auch bestätigte.
Der Busfahrer hatte mitbekommen, dass etwas passiert war und hielt an der nächstbesten Gelegenheit an. Ich hatte schon fast erwartet, dass er mir die Schuld geben würde, weil die Busfahrer hier manchmal sehr komisch sind. Aber das Gegenteil war der Fall und er entschuldigte sich gefühlte 3142 Mal bei mir. Statt einfach weiterzufahren, telefonierte er erstmal 5 Minuten lang mit der Zentrale. Was immer die ihm auch sagten, es endete damit, dass er überprüfte, ob noch ausreichend Gratiszeitschriften im Bus vorhanden sind. Naja, es folgten weitere zahllose Entschuldigungen und "bist du wirklich ok"-Nachfragen, die ich lächeld mit "besser, dass es mir passiert, als den Leuten, für die diese Sitze gemacht sind" beantwortete.
Die ältere Frau gegenüber sprach dann augenzwinkert endlich den Witz aus, den wohl alle auf dem Lippen hatten. Ich solle doch mal über eine Diät nachdenken.
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