Donnerstag, 25. November 2010
Der Feueralarm - Eine Realsatire
blogblogblog, 04:28h
Ich habe lange gebraucht um das zu verarbeiten. Verstehen tu ich es immer noch nicht. Ich bin sogar weit davon entfernt. Das was sich hier Feueralarmübung schimpft, ist eine Farce. Hier stößt mein Zynismus an die Grenze. Eine bitterböse Satire ist hier gar nicht mehr notwendig.

Dass hier jeden Dienstag um 10 Uhr der Alarm getestet wird, habe ich schon mehrmals geschrieben. Und wenn ich 10 Uhr sage, meine ich schwankende Zeiten im Intervall von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr, damit sich auch wirklich niemand darauf vorbereiten kann. Somit wartet jeder, der das Glück (oder Unglück) hat, um diese Uhrzeit nicht in die Uni zu müssen gespannt darauf, wann endlich dieser schrille Lärm ertönt und man gepflegt zusammenzucken kann.
Doch das ist noch Kindergarten zur wirklichen großen Brandschutzübung, die schon vor einigen Wochen stattgefunden hat. Um 6 Uhr Dienstag nachts ertönte der Alarm. Die tatsache, dass er diesmal nicht nach den üblichen 5 bis 10 Sekunden aufhörte, lies darauf schließen, dass es sich um die Großübung handelt, wie sie schon Freunde in umliegenden Gebäuden des Wohnheims erleiden mussten. Kein Grund zur Sorge also. In Ruhe die Jacke übergestreift und die Schuhe angezogen. Auch wenn man das im Brandfall nicht machen sollte, ich dachte mir "scheiß drauf". Langsam rausschlendernd begegnete ich auch meinen sichtlich genervten Mitbewohnern. Nachdem man uns dann geschlagene 15 Minuten in der Kälte hat stehen lassen, verstumme der Alarm und eine "Brandschutzbeauftragte" erzählte, was man im Brandfall tun sollte. Ich weiß nicht mehr genau was genau in ihrem Monolog vorkam, aber es war ungefähr so trivial wie die Tatsache, dass man nicht gegen den Wind pinkelt.
Als dann die Rede von Jacken und Schuhen war, erwartete ich den - wohl berechtigten- Rüffel, dass man im Brandfalle doch alles stehen und liegen lassen sollte, da es ums Überleben geht. Denkste! Die nette Dame richtete den Hinweis auf die Personen, die ihrem Überlebenstrieb folgten und eben ohne Jacke und festes Schuhwerk heraustraten. Sie sollten sich doch beim nächsten Feueralarm selbige anziehen, da es ja draußen kalt ist... - stille in meinem Kopf - die Gesichter um mich herum, zumeist natürlich meine Freunde aus dem Block, schienen wie ich nicht zu wissen, ob sie über diese Aussage lachen oder weinen sollten. Ich weiß es bis heute nicht.
Doch das sollte nicht der letzte Akt dieser Realsatire sein. Die Frau überbrachte uns schließlich noch eine gute Nachricht: "Dieses Jahr wird es keine Feuerübung mehr geben". Immerhin. Ruhige Dienstag vormittage! Doch halt: Eine Nachfrage aus dem Publikum:
Typ im Publikum: "Gilt das denn auch für den Alarm am Dientag morgen?"
Brandschutzfrau: "Äh, davon hab ich keine Ahnung"
Ein an der Seite stehender Mann in Uni-Sheffield-Uniform tritt ins Bild.
Uniformierter Arsch: "Doch, den gibt es weiterhin. Um zu testen, ob der Alarm noch funktioniert"
Betretenes Schweigen. Eine Dame meldet sich aus dem Publikum:
Dame im Publikum: "Gibt es dann heute auch noch einen Feueralarm um 10 uhr"
Uniformierter Arsch: "Ja, auch heute"
Daraufhin sagte niemand mehr was. An dem Punkt sieht man wohl einfach ein, dass es nichts bringt hier zivilisierte Denkmuster zu nutzen. Man muss einfach einsehen, dass man es mit Vollidioten zu tun hat, die halt 4 Stunden nach einem Feueralarm mal prüfen wollen, ob der Feueralarm noch funktioniert. Schließlich kann man Paviane ja auch nicht mit guten Argumenten davon abhalten, sich gegenseitig mit Scheiße zu bewerfen...
Einen letzen Satz über Brandschutzmaßnahmen hab ich da noch auf Lager. Im Unikino darf man keine Rucksäcke mit auf die Plätze nehmen. Der Besucher in der Schlange hinter mir, fragte warum das so ist. Der Mitarbeiter antwortete mit folgendem Satz:
"Wenn ein Feuer ausbricht und ein Rucksack liegt im Weg, stirbst du"
Danke Kinotyp, jetzt hab ich es verstanden...

Dass hier jeden Dienstag um 10 Uhr der Alarm getestet wird, habe ich schon mehrmals geschrieben. Und wenn ich 10 Uhr sage, meine ich schwankende Zeiten im Intervall von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr, damit sich auch wirklich niemand darauf vorbereiten kann. Somit wartet jeder, der das Glück (oder Unglück) hat, um diese Uhrzeit nicht in die Uni zu müssen gespannt darauf, wann endlich dieser schrille Lärm ertönt und man gepflegt zusammenzucken kann.
Doch das ist noch Kindergarten zur wirklichen großen Brandschutzübung, die schon vor einigen Wochen stattgefunden hat. Um 6 Uhr Dienstag nachts ertönte der Alarm. Die tatsache, dass er diesmal nicht nach den üblichen 5 bis 10 Sekunden aufhörte, lies darauf schließen, dass es sich um die Großübung handelt, wie sie schon Freunde in umliegenden Gebäuden des Wohnheims erleiden mussten. Kein Grund zur Sorge also. In Ruhe die Jacke übergestreift und die Schuhe angezogen. Auch wenn man das im Brandfall nicht machen sollte, ich dachte mir "scheiß drauf". Langsam rausschlendernd begegnete ich auch meinen sichtlich genervten Mitbewohnern. Nachdem man uns dann geschlagene 15 Minuten in der Kälte hat stehen lassen, verstumme der Alarm und eine "Brandschutzbeauftragte" erzählte, was man im Brandfall tun sollte. Ich weiß nicht mehr genau was genau in ihrem Monolog vorkam, aber es war ungefähr so trivial wie die Tatsache, dass man nicht gegen den Wind pinkelt.
Als dann die Rede von Jacken und Schuhen war, erwartete ich den - wohl berechtigten- Rüffel, dass man im Brandfalle doch alles stehen und liegen lassen sollte, da es ums Überleben geht. Denkste! Die nette Dame richtete den Hinweis auf die Personen, die ihrem Überlebenstrieb folgten und eben ohne Jacke und festes Schuhwerk heraustraten. Sie sollten sich doch beim nächsten Feueralarm selbige anziehen, da es ja draußen kalt ist... - stille in meinem Kopf - die Gesichter um mich herum, zumeist natürlich meine Freunde aus dem Block, schienen wie ich nicht zu wissen, ob sie über diese Aussage lachen oder weinen sollten. Ich weiß es bis heute nicht.
Doch das sollte nicht der letzte Akt dieser Realsatire sein. Die Frau überbrachte uns schließlich noch eine gute Nachricht: "Dieses Jahr wird es keine Feuerübung mehr geben". Immerhin. Ruhige Dienstag vormittage! Doch halt: Eine Nachfrage aus dem Publikum:
Typ im Publikum: "Gilt das denn auch für den Alarm am Dientag morgen?"
Brandschutzfrau: "Äh, davon hab ich keine Ahnung"
Ein an der Seite stehender Mann in Uni-Sheffield-Uniform tritt ins Bild.
Uniformierter Arsch: "Doch, den gibt es weiterhin. Um zu testen, ob der Alarm noch funktioniert"
Betretenes Schweigen. Eine Dame meldet sich aus dem Publikum:
Dame im Publikum: "Gibt es dann heute auch noch einen Feueralarm um 10 uhr"
Uniformierter Arsch: "Ja, auch heute"
Daraufhin sagte niemand mehr was. An dem Punkt sieht man wohl einfach ein, dass es nichts bringt hier zivilisierte Denkmuster zu nutzen. Man muss einfach einsehen, dass man es mit Vollidioten zu tun hat, die halt 4 Stunden nach einem Feueralarm mal prüfen wollen, ob der Feueralarm noch funktioniert. Schließlich kann man Paviane ja auch nicht mit guten Argumenten davon abhalten, sich gegenseitig mit Scheiße zu bewerfen...
Einen letzen Satz über Brandschutzmaßnahmen hab ich da noch auf Lager. Im Unikino darf man keine Rucksäcke mit auf die Plätze nehmen. Der Besucher in der Schlange hinter mir, fragte warum das so ist. Der Mitarbeiter antwortete mit folgendem Satz:
"Wenn ein Feuer ausbricht und ein Rucksack liegt im Weg, stirbst du"
Danke Kinotyp, jetzt hab ich es verstanden...
... link (1 Kommentar) ... comment
... older stories